Diese drei Supplemente nützen jedem Sportler. Teil 1: Vitamin D

Mit oder ohne Nahrungsergänzungsmittel? Wenn es um Nahrungsergänzungsmittel (Supplemente) geht, spalten sich die Meinungen wie bei kaum einem anderen Thema.

Mit oder ohne Nahrungsergänzungsmittel? Wenn es um Nahrungsergänzungsmittel (Supplemente) geht, spalten sich die Meinungen wie bei kaum einem anderen Thema. Die einen sind der festen Überzeugung, ohne Supplements sei der tägliche Nährstoffbedarf niemals zu erreichen, die anderen Misstrauen der Nahrungsmittelindustrie so sehr, dass solche Produkte auf keinen Fall auf ihrem Frühstücksteller landen dürfen.

Gerade im Bereich Sporternährung boomt der Markt für Zusatzstoffe. Ob von reinen Nahrungsmittelisolaten wie Proteinpulver bis hin zu synthetisierten Produkten, welche die Leistung steigern sollen.

Doch wie steht es um den Nährstoffbedarf bei uns Deutschen? Sind wir tatsächlich auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen oder können wir den Bedarf auch über natürliche Lebensmittel decken? Welche Supplemente sind sinnvoll und vor allem für Sportler ratsam? Im Folgenden werden die Nahrungsergänzungsmittel vorgestellt, welche bei den meisten Sportlern einen Platz im Schrank verdient hätten.

Nummer eins: Vitamin D

Vitamin D hat in den letzten Jahren immer weiter an Popularität zugenommen. Es wird im Körper durch Sonneneinstrahlung selbst gebildet. Die UV-B Strahlen durchdringen die Haut und wandeln 7-Dehydrocholesterol in der Haut um. Das Vitamin kann dann seine Hauptaufgaben wie die Calciumabsorption aus dem Darm und die Kräftigung der Knochen ausführen. Außerdem hilft Vitamin D bei der Prävention von Krebs- und Muskelerkrankungen.

Doch wenn die Sonne uns mit Vitamin D versorgt, wieso sollten wir es dann noch zusätzlich einnehmen?

Leider haben wir in unseren Breitengraden nicht jeden Monat genug Sonne, um unseren Vitamin D Bedarf zu decken. In den Sommermonaten gehen die Empfehlungen dahin, mindestens 15 Minuten pro Tag eine möglichst große Hautfläche zu sonnen, um ausreichend Vitamin D Speicher für die Wintermonate aufzubauen.

In der Praxis bekommen wir aber meistens nicht genug Vitamin D

In einer nationalen Studie wurde 1998 der Vitamin D Spiegel der Deutschen überprüft. Die Forscher haben herausgefunden, dass die durchschnittliche Zufuhr an Vitamin D die empfohlene Menge von 5 µg/Tag nicht erreicht wurde (bei 80,9-88,5 % der Teilnehmer) und ein großer Teil der Probanden einen Serumlevel von unter 50 nmol/l hatten. Ein Serumlevel unter den gewünschten 50 nmol/l wurde in mehreren Studien bereits mit chronischen und metabolischen Krankheiten in Verbindung gebracht. Auch weitere Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Großteil der Bevölkerung in den Industriestaaten ein Problem mit Vitamin D hat.

Vitamin D Supplements helfen, die tägliche Empfehlungsdosis zu erreichen

Mittlerweile reichen die Empfehlungen für die Vitamin D Versorgung von 25 µg bis 70 µg pro Tag. Diese Dosis erreicht man mit Nahrungsergänzungsmitteln recht gut. Natürlich sollte eine gesunde Ernährung und vor allem viel Zeit in der Sonne nicht vernachlässigt werden. Doch gerade in den dunklen Wintermonaten gibt es für die meisten von uns keinen Weg um eine Supplementierung herum.

Über den Autor:

Christian Koutny ist Experte im Kraftsport und ganzheitlicher Fitness, sowie angehender Ernährungswissenschaftler. Er hilft seinen Kunden beim Muskelaufbau, Körperstraffung, Gewichtsmanagement und Ernährungsumstellung. Du kannst eine Trainingsstunde bei Christian direkt hier buchen.

 

Quellen:

Ahn, Jiyoung, et al. “Genome-wide association study of circulating vitamin D levels.” Human molecular genetics 19.13 (2010): 2739-2745.

DeLuca, Hector F. “Overview of general physiologic features and functions of vitamin D.” The American journal of clinical nutrition80.6 (2004): 1689S-1696S

Garland, Cedric F., et al. “The role of vitamin D in cancer prevention.” American journal of public health 96.2 (2006): 252-261

Hintzpeter, Birte, et al. “Vitamin D status and health correlates among German adults.” European journal of clinical nutrition62.9 (2008): 1079-1089